Rhinogobius leavelli (Herre, 1935)
Orangeflossen Grundel
Ich war auf der Suche nach einer Bestandskontrolle für die Xiphophorus helleri
und konnte mich mit den üblichen Verdächtigen nicht so wirklich anfreunden.
Per Zufall kam ich mit Jutta Bauer in Kontakt und nach einer Weile stand dann fest:
Grundeln sollen es werden.
Die Wahl fiel dann recht schnell auf Rhinogobius leavelli, da sie die passende Größe haben
und wegen ihrer Minilarven selber kein Überbevölkerungsproblem verursachen können.


R. leavelli sind recht anspruchslose Pfleglinge, die abgesehen von den jungen Schwertträgern sehr friedlich zu den anderen Mitbewohnern sind.
Zwerggarnelen stehen allerdings ebenfalls auf der Speisekarte und eignen sich daher nicht wirklich als Gesellschaft.
Auch muss man bei der Einrichtung des Aquariums einige Kleinigkeiten berücksichtigen. So benötigen die Herren flache Steine unter denen
sie sich eine Höhle graben. Diese Grabetätigkeiten können schon mal etwas heftiger ausfallen und die eine oder andere Pflanze
zur Schwimmpflanze mutieren lassen. Außer beim Wohnungsbau werden Pflanzen und sonstige Einrichtungsgegenstände aber nicht beeinträchtigt.
Für die Hardcore Aquascaper und Pflanzenfetischisten unter den Aquarianern könnten diese Aktivitäten aber doch störend werden,
da sich die gestalterischen Geschmäcker von Grundel und Mensch doch manchmal sehr unterscheiden.
Auch die Liebhaber von Aquarienschnecken sollten sich die Anschaffung von Rhinogobius leavelli gut überlegen.
Ich konnte meine Tiere des öfteren bei der aktiven Jagd nach den kleinen Schleimern beobachten
und dieses auch fotografisch festhalten.

Wer aber ein klein wenig Toleranz für die Marotten der kleinen Grundeln mitbringt,
wird seine Freude an den kleinen Kaspern haben.
Informationen zur Herkunft, Haltung und Zucht:
www.aquatax.de
www.ferraqua.de